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Die Vorbereitung auf die Kommunion

Februar 5th, 2009 · No Comments

In der dritten Klasse feiern die Kinder ihre Erstkommunion. Was das genau bedeutet, wissen nur wenige. Im normalen Religionsunterricht in der Schule ist die komplette Vorbereitung auf die Kommunion gar nicht möglich. So sind sogenannte Tischmütter erforderlich, die die Kinder in Gruppen zusammenfassen und gemeinsam mit der Schule und der Kirche die Kinder auf diesen Tag vorbereiten. Erst ist einmal die Aufteilung der verschiedenen Gruppen erforderlich. Das kann manchmal zu kleinen oder größeren Streitereien führen, weil sich nicht alle Kinder immer gleich gut verstehen. Meistens kommen die Kinder in eine Gruppe zusammen, die in unmittelbarer Nähe wohnen. So ist es für alle am einfachsten, die Gruppenstunden auch wahrnehmen zu können.

So passiert es manchmal, dass beste Freundinnen getrennt werden, was hin und wieder Tränen fließen lässt. Aber im Großen und Ganzen machen die Kinder sich das meistens bereits selbst untereinander aus. In so einer Gruppe können je nach Anzahl der Tischmuttis bis zu zehn Kinder sein. Je mehr Helfer sich finden, desto kleiner sind die Gruppen. Während sich die Tischmuttis Gedanken machen, ob sie das wirklich können, machen sich die anderen Muttis Gedanken, was ihr Kind an so einem Tag wohl anziehen soll. Manchmal würde sogar ein Dirndl in Frage kommen. Da in manchen Gemeinden von den Kindern Kutten getragen werden, ist es durchaus möglich, so ein Kleid anzuziehen. Immerhin hat man da den Vorteil, dass es danach auch noch getragen werden kann.

Viele sträuben sich gegen die einfachen und schlichten Kutten. Hat man aber bereits einmal eine Kommunion gesehen, in der alle diese Kutte getragen haben, wird man sicher feststellen, dass dies durchaus ein schönes Bild ergibt. So steht die Gleichheit vor Gott auch bildlich im Vordergrund. Wochen der Vorbereitung gehen voraus. Es werden in diesen Kommunionstunden viele Themen bearbeitet. Kinder können beispielsweise sehen, wie es alten Menschen geht, wie man ihnen nur durch einen Besuch sehr viel Freude schenken kann.

Ein Besuch in einer Behinderteneinrichtung ist für viele ganz neu. Die wenigsten hatten schon einmal den Kontakt zu Menschen, die mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung leben müssen. Um den Kinder zu zeigen, dass diese Menschen genauso ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten können, kann der Besuch in so einer Einrichtung sehr wichtig sein. Besonderen Spaß bereitet es den Kindern, wenn sie den Kirchturm erkunden dürfen und viel über die Kirche und ihre Geschichte hören. So sieht man oft den Pfarrer von einer ganz anderen Seite. Mit einem Mal kommt einem dieser ganz normal und menschlich vor.